„K1ck Without Limits“ heißt dieses Turnier: „Kicken ohne Grenzen“. Im übertragenen Sinne gilt das am zweiten Turniertag ganz besonders. Denn jetzt werden auch die nationalen Grenzen durchbrochen. An diesem Sonntagvormittag spielen alle Kinder und Jugendlichen noch einmal ein Turnier, diesmal aber in international gemischten Teams. Nun kicken also Deutsche, Ungarn, Polen und Schweden zusammen, die Verständigung läuft mal mit den Händen, mal auf Englisch – aber so viel zu reden gibt es auf dem Feld ja eigentlich auch nicht. Fußball funktioniert auch ohne große Worte.
Die Oldest-Teams
Die drei Oldest-Teams, am Sonntag in Gestalt von Julia und Kerstin auch mit zwei Frauen verstärkt, geraten in der Soccerhalle von Oberschleißheim mächtig ins Schwitzen. Alle anderen Altersklassen treffen sich wieder in Neufahrn. Den ganzen Vormittag geht es hier Schlag auf Schlag, alle acht Minuten ein neues Spiel. Und wie am Samstag ist das Wichtigste: Der Spaß ist groß, größere Verletzungen gibt es keine.
„Kick without limits – ihr seid alle Gewinner“, sagt Angela von Müffling-Tietscher vom Vorstand des FC Diabetes bei der abschließenden Siegerehrung. Die erfolgt in großen Teilen viersprachig, und statt einer Medaille bekommen alle Spielerinnen und Spieler ein Lebkuchenherz mit dem Turnierlogo um den Hals gehängt – von der Kinderdiabetologin Dr. Antonia Gavazzeni, von Robert Wäger, dem dritten Landrat des Landkreises Freising, und von Dr. Riccardo Giunta vom Rotary-Club München-Bogenhausen, einem der größten Sponsoren des Turniers neben dem Verein FC Bayern Hilfe e.V., dem Flughafen München und der Firma Ypsomed.
Antonia GavazzeniRiccardo GiuntaRobert Wäger
Auch den vielen Sponsoren, den Helfern und Organisatorinnen, den Eltern und anfeuernden Fans dankt Angela von Müffling-Tietscher: „Ihr alle habt das Turnier zu einem echten Erlebnis gemacht.“
Und wer davon nicht genug hat: Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Vom 6. bis zum 8. März 2026 findet im polnischen Poznań der „Sweet Euro Football Cup“ statt – der FC Diabetes wird wieder dabei sein.
Sie kommen aus dem Ruhrgebiet und aus Berlin, sie kommen aus Schweden, aus Polen, aus Ungarn. Zu einem normalen Jugendfußball-Turnier in der Nähe von München. Aber warum? „Wir sind eine Familie“, sagt Josef Csákány, der Cheftrainer der ungarischen Delegation. „Der Diabetes verbindet uns, wir wissen, wie das Leben mit Diabetes ist.“ Und so haben sich 30 Kinder und Jugendliche zusammen mit ähnlich vielen Eltern und Trainern aus Ungarn auf den Weg gemacht, um am „K1ck Without Limits“ (K1WL) teilzunehmen. Dem großen internationalen Hallenfußballturnier, an dem nur Kinder mit Typ-1-Diabetes mitspielen dürfen. Ein in Deutschland einzigartiges Event.
„Wir haben alle denselben Nenner“ – so formuliert das Dominik Durner, Vater der neunjährigen Alexa, die ebenfalls mitkickt. Hier sei die Familie „in einer Community unterwegs“, in der alle von derselben Krankheit betroffen seien. „Das ist ein ganz anderes Miteinander.“ Deswegen haben sich die Durners auf den Weg nach Neufahrn gemacht – der vom oberbayerischen Geretsried aus freilich deutlich weniger weit war als der der Ungarn.
Natürlich, um Fußball geht es hier schon auch, die Kinder kicken leidenschaftlich, manchmal kochen auch bei den Zuschauern auf der Tribüne die Emotionen über. Gut 20 Schweden, mehr als 60 Spieler und Erwachsene aus Polen und dazu die mehr als 50 Mädchen und Jungen des FC Diabetes, der das Turnier veranstaltet, begleitet von mindestens ebenso vielen Erwachsenen: Die zweite Auflage des K1WL ist eine große, internationale Veranstaltung geworden.
So groß, dass diesmal sogar eine zweite Halle gebraucht wird, in der die Altersklasse der „Oldest“ kickt, also die Jahrgänge 2009 und älter (Spiele und Ergebnisse hier). Das Finale ist hier rein ungarisches.
In der Haupthalle spielen tagsüber die Youngest-Teams (Jahrgänge 2013 bis 2015) und die Average-Teams (Jahrgänge 2010 bis 2012). Hier sind Mannschaften des polnischen Vereins Cukier Asy (das heißt so viel wie „Zucker-Ass“) am Ende jeweils die Gewinner. Alle Spiele, alle Tore im Überblick.
Die BambinisDie Gastmannschaft des SV Vötting
Und begonnen hat der Tag mit dem Turnier der Jüngsten, der unter Zehnjährigen. Drei Teams des FC Diabetes gehen hier an den Start, eines davon verstärkt durch Vojtech vom polnischen Verein Cukier Asy, und der Sportverein Vötting-Weihenstephan. Im Finale gewinnt FCD Bambini Red mit 5: 3 gegen FCD/Cukier Asy. Alle Spiele, alle Tore – das Bambini-Turnier in der Übersicht.
„Zusammen sind wir stärker“, sagt der ungarische Trainer Csákány. Er will im kommenden Jahr selbst ein internationales Fußballturnier auf die Beine stellen – dann in der Nähe von Budapest. Aber was sind schon weite Wege?
Josef Csákány
Fotos: Mike Szymanski
Zum Abschluss des Tages ein gemeinsames Abendessen mit einem Auftritt des Fußball-Freestyle-Künstlers Dario Guckelsberger:
Die Vorfreude steigt: Nur noch wenige Tage bis zum „K1ck Without Limits“. Am kommenden Wochenende (8. und 9. November 2025) findet in Neufahrn bei Freising das große internationale Turnier des FC Diabetes e.V. statt. Ein Hallenfußballturnier nur für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes. Ein deutschlandweit einmaliges Ereignis und für die Beteiligten hoffentlich ein unvergessliches Erlebnis.
Etwa 110 Mädchen und Jungen werden diesmal mitkicken, zusammen mit den begleitenden Eltern werden mehr als 220 Menschen am Turnier teilnehmen. Und zwar mitnichten nur aus Deutschland: Auch aus Schweden (Sweet Vikings, knapp 20 Teilnehmer), Ungarn (Sportos Cukros, knapp 50 Teilnehmer) und Polen (Cukier Asy, mehr als 60 Teilnehmer) werden Mannschaften nach Neufahrn kommen.
Das Programm: Am Samstag, 8. November 2025, treten die Kinder und Jugendlichen in ihren nationalen Teams gegeneinander an – und zwar den ganzen Tag über von circa 9.00 Uhr bis 18:30 Uhr. Anschließend gibt es ein gemeinsames Abendessen. Am Sonntag, 9. November 2025, werden die Mannschaften international gemischt für ein zweites Turnier. Das „K1ck Without Limits“ endet am Sonntagmittag gegen 13 Uhr mit der Siegerehrung.
Der Ort: Das Turnier findet in der Käthe-Winkelmann-Halle (Käthe-Winkelmann-Platz 5, 85375 Neufahrn bei Freising) statt. Zuschauer sind herzlich willkommen!
Die Teams: Gespielt wird in den vier Altersgruppen Bambini (Jahrgang 2016 und jünger), Youngest (Jahrgänge 2013 bis 2015), Average (Jahrgänge 2010 bis 2012) sowie Oldest (Jahrgang 2009 und älter). Bei den Youngest wird diesmal auch eine Geschwistermannschaft antreten, außerdem kicken bei den Oldest auch erwachsene Spieler ohne Diabetes in einer extra Mannschaft mit.
Die Verpflegung: Am Samstag werden in der Käthe-Winkelmann-Halle den ganzen Tag über Getränke, Würstchen und Kartoffelsalat sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Gegen 19 Uhr gibt es ein gemeinsames Abendessen in der Aula der Schule nebenan. Am Sonntag werden alle Teilnehmer mit Lunchpaketen versorgt.
Herzliche Einladung zum „K1ck Without Limits Football Cup“ im November
Der FC Diabetes veranstaltet ein großes, internationales Fußballturnier – willst Du dabei sein? Am Wochenende 7. bis 9. November 2025 findet im oberbayerischen Neufahrn der zweite „K1ck Without Limits Football Cup“ statt. Und für die deutschen Teams suchen wir Kinder und Jugendliche jeden Alters, die mitspielen möchten.
Der „K1ck Without Limits Football Cup“ ist ein großes, buntes, fröhliches Fußballturnier, bei dem nur Mädchen und Jungen mitspielen dürfen, die Diabetes Typ 1 haben, sowie ihre Geschwister. Es geht dabei ums Kicken und den Spaß am Fußball, sowie um die Gemeinschaft mit anderen Menschen mit Diabetes und ihren Familien.
Neben den deutschen Teams werden voraussichtlich auch Mannschaften aus Polen, Ungarn und Schweden teilnehmen. Geplant ist am Samstag ein Turnier dieser nationalen Teams in verschiedenen Altersklassen. Am Sonntag werden international gemischte Teams zusammengestellt, die dann in einem zweiten Turnier gegeneinander antreten. Um einen Eindruck von dem Ganzen zu bekommen: Hier findet sich ein Artikel über den „K1ck Without Limits Football Cup“ vom vergangenen Jahr. Und es gibt einen Film über das Turnier:
Ort: Neufahrn bei Freising, nördlich von München gelegen. Geplanter Ablauf: Freitag, 7. November: Anreise und gemeinsames Abendessen. Samstag, 8. November: Turnier, abends Siegerehrung und gemeinsames Essen. Sonntag, 9. November: Turnier, Ende: gegen Mittag mit der Siegerehrung. Kosten: Keine. Die Teilnahme am Turnier ist diesmal kostenlos. Übernachtung: Im nahe gelegenen Flightgate Hotel in Hallbergmoos haben wir ein Zimmerkontingent reserviert. Ein Einzelzimmer inkl. Frühstück kostet 65 Euro pro Nacht und ein Doppelzimmer 75 Euro pro Nacht (nicht pro Person).
Sonderaktion: Auch Geschwisterkinder ohne Diabetes können diesmal teilnehmen: am Samstag in einer separaten Mannschaft, am Sonntag als Teil der international gemischten Teams. Und in der Altersklasse Jahrgang 2009 und älter dürfen auch Erwachsene mit Diabetes mitspielen. Bei Interesse bitte ebenfalls melden per Mail an info@fcdiabetes.de.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter 16 Jahren müssen von einem Elternteil oder einer anderen Person begleitet werden, die die Verantwortung für das Diabetesmanagement übernimmt. Und sie müssen (genauso wie Begleitpersonen und Geschwisterkinder) ausorganisatorischen und versicherungsrechtlichen Gründen Mitglied im FC Diabetes e.V. sein.
Ein derart großes Turnier wie das „K1ck without limits“ zu veranstalten ist nicht möglich ohne die Hilfe kaum zu zählender Menschen, Firmen und Institutionen, die viel Zeit oder Geld investieren. Aus diesem Grund bedankt sich der FC Diabetes ganz herzlich bei:
Serhat Düzgün und Nils Gauger für ihre Geldspenden;
den Gemeinden Hallbergmoos und Neufahrn und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Vermietung der Sporthallen;
Robert Wäger, dritter Landrat des Landkreises Freising, Franz Heilmeier, Bürgermeister von Neufahrn, der Kinderdiabetologin Dr. Antonia Gavazzeni und Dr. Riccardo Giunta vom Rotary-Club München-Bogenhausen für ihre Unterstützung, auch bei der Siegerehrung;
Manfred Wadenstorfer und Christine Walig vom Diabetikerbund Bayern für ihre ideelle Unterstützung;
den Sanitäterinnen von den Johannitern;
den Schiedsrichtern für ihren unentgeltlichen Einsatz;
all denen, die während des Turniers mitgeholfen haben, beim Aufbau oder Verpflegung zum Beispiel, im Speziellen Katja Maurer (VitalAire) und Christine Dietz (Ypsomed), Leah und Sunny fürs Kinderschminken und die Spieleaktionen sowie Thomas und Christian als Turnierleitung und Moderatoren;
den Teams aus Polen, Ungarn und Schweden, den Kindern und ihren Begleiterinnen und Begleitern, für das faire sportliche Miteinander und den großen Einsatz, besonders bei den Teamverantwortlichen Christian, Marianna, Brigitta, Pawel und Szymon;
den Trainerinnen und Trainern, Betreuerinnen und Betreuern der FC-Diabetes-Teams;
dem Organisationsteam rund um die beiden Hauptverantwortlichen Ramona und Sabine für das riesige Engagement – sowie speziell auch Marina und Beate;
Angela, Thomas und Mathias, die als Vorstand so viel in unseren Verein und in dieses Turnier gesteckt haben und stecken.
Was macht einen guten Gastgeber aus? Er schafft für seine Gäste eine angenehme Atmosphäre, sorgt für ihr Wohlergehen, vielleicht macht er ihnen sogar Geschenke. Mithin hat sich der FC Diabetes als herausragender Gastgeber erwiesen, beim „K1ck without limits“, dem ersten internationalen Fußballturnier, das er ausgerichtet hat. Die Stimmung entspannt, keine Pannen und ein reibungsloser Ablauf, kaum Verletzungen, genug zu essen – und Geschenke verteilt hat der Verein haufenweise: Punkte nämlich. Am Ende des Turniers standen in allen Gruppen die deutschen Teams auf den letzten Plätzen.
Also ja, rein vom Ergebnis her hätte es dieses Turnier nicht gebraucht, und manch einer der deutschen Kicker war nach manch einer der Niederlagen auch etwas frustriert. Aber ums Gewinnen ging es ja gar nicht beim „K1ck without limits“, das in Neufahrn bei Freising stattfand, sondern ums Kicken, um den Spaß am Sport, um Gemeinschaft mit anderen Menschen mit Diabetes. Und insofern hat es dieses Turnier durchaus gebraucht.
87 Spielerinnen und Spieler haben mitgemacht: sieben aus Schweden, 16 aus Ungarn, 32 aus Deutschland, verstärkt durch zwei Österreicher, und 30 aus Polen. In drei Altersklassen traten sie gegeneinander an: Bei den Jüngsten (Jahrgang 2013 und jünger) lagen am Ende die beiden polnischen Teams vorne, genauso wie bei den Jahrgängen 2011 und 2012. Nur bei den Ältesten (Jahrgänge 2009 und 2010) gewann das ungarische Team vor Polen. Und der FC Diabetes? Wie gesagt, die jeweils zwei Teams landeten am Ende immer auf den hinteren beiden Plätzen. Zu stark und zu gut eingespielt waren die Mannschaften der anderen Länder. (Alle Ergebnisse und Platzierungen finden sich hier.)
Impressionen vom TurnierDie Eröffnungszeremonie mit einer schwedischen „Rakete“
Was ein solches Turnier für die Kinder und Jugendlichen besonders macht, sind die Erfahrung, dass sie nicht allein sind mit ihrer Krankheit, und zugleich die Selbstverständlichkeit im Umgang mit ihr. Am Spielfeldrand zwei Kisten voller Traubenzucker, in den Kabinen alarmpiepsende Handys, auf der Tribüne und im Foyer Eltern, die Erfahrungen austauschen, von schlimmen und beglückenden Erlebnissen erzählen und immer Zuhörer finden, die sie verstehen.
Dass das nicht selbstverständlich ist, wird klar, wenn man sich mit Manfred Wadenstorfer unterhält, Vorstandsmitglied des Diabetikerbunds Bayern, der als Zuschauer auch vorbeischaut beim „K1ck without limits“. Bei ihm wurde vor 64 Jahren ein Typ-1-Diabetes diagnostiziert, elf Jahre alt war er da, so erzählt er. Damals wurde ihm das Fußballspielen verboten: zu gefährlich. Das war in einer Zeit, als sein Blutzuckerwert nur dreimal im Monat bestimmt wurde. Welch ein Kontrast zu heute, da viele Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes in Vereinen spielen – und beim „K1ck without limits“ ist diese Krankheit sogar Teilnahmebedingung.
Manfred Wadenstorfer (zweiter von rechts) zusammen mit Robert Wäger, Stellvertreter des Freisinger Landrats, Turnier-Organisatorin Ramona Angerhofer sowie Angela von Müffling-Tietscher und Mathias Walter vom Vorstand des FC Diabetes (von links).
Und zu alledem kommt die internationale, europäische Verbundenheit: Am Nachmittag werden die Teams für ein zweites Turnier neu zusammengestellt und international gemischt, zufällig per Los. Nun spielen nur noch Rote, Grüne, Blaue und Graue gegeneinander. Gecoacht wird in einem Mischmasch aus Englisch und anderen Sprachen, auf dem Feld funktioniert die Verständigung problemlos. Und für die guten Gastgeber bringt dieses zweite Turnier einen großen Vorteil mit sich: So bekommen nun auch viele Kickerinnen und Kicker des FC Diabetes ihre Erfolgserlebnisse.
Gemischte Teams …… und mehrsprachiges Coaching.
Der krönende Abschluss – die Siegerehrung:
Die Siegerehrung … … erfolgte viersprachig: auf Deutsch, Polnisch, Ungarisch und Schwedisch.Besonders geehrt wurden die Spielerinnen.Franz Heilmeier, Bürgermeister von Neufahrn, die Kinderdiabetologin Dr. Antonia Gavazzeni und Dr. Riccardo Giunta vom Rotary-Club München-Bogenhausen (von links)Für alle Spieler … … gab es Medaillen aus Holz.Und am Schluss wieder eine schwedische „Rakete“.
Vielen Dank allen, die zu diesem großartigen Erlebnis beigetragen haben! Die von weither oder aus der Nähe gekommen sind, mitgespielt haben, organisiert haben, unterstützt haben, angefeuert haben. Euch allen eine gute Heimkehr! Und bis zum nächsten grenzenlosen Kick.
Auch die Süddeutsche Zeitung hat groß über das Turnier berichtet: „Kick mit Ball und Pumpe“ (27. Oktober 2024)
Jetzt geht’s los: Deutschlands erstes internationales Fußballturnier nur für Kinder und Jugendliche mit Diabetes. In Neufahrn bei Freising, etwas nördlich von München, kommen am morgigen Samstag etwa 100 junge Mädchen und Jungen zusammen. Aus ganz Deutschland, aus Schweden, Ungarn und Polen. Die Programmpunkte am heutigen Freitag: Anreise, Training, Kennenlernen.
Ganz besonders begrüßen wir die aus dem Ausland angereisten Teams. Witamy was serdecznie i cieszymy się bardzo, że tu z nami jesteście. Üdvözöljük! Jó, hogy itt vagy. Varmt välkomna! Det är bra att du är här.
In der Altersklasse Youngest (Jahrgang 2013 und jünger) treten zwei Mannschaften des FC Diabetes an, zwei Teams aus Polen sowie je ein schwedisches und ein ungarisches. In der Gruppe Average (2011 und 2012) sind fünf Teams am Start: eines aus Ungarn und je zwei deutsche und polnische. Und in der Altersklasse Average+ (2009 und 2010) ist der FC Diabetes mit zwei Teams vertreten, Polen und Ungarn mit je einem.
Am heutigen Freitag treffen sich alle Teams in Hallbergmoos nahe dem Münchner Flughafen: zum Trainieren in der Hallberghalle, zum gemeinsamen Abendessen und anschließend zum gemütlichen Beisammensein im Teamhotel.
Am Nachmittag steht dann ein zweites Turnier an, in dem die Mädchen und Jungen in zufällig zusammengestellten, international gemischten Teams gegeneinander antreten. Auch dafür gibt es einen Turnierplan.
Training, Turnier, Teambuilding: So lässt sich ganz kurz die jüngste Aktion des FC Diabetes zusammenfassen. Zehn Kicker waren diesmal dabei, sie trafen sich in Neufahrn bei Freising. Der ursprüngliche Plan war eigentlich nur, auf der Anlage des dortigen Vereins ein bisschen zu trainieren. Doch der FC Neufahrn empfing den FC Diabetes mit großer Gastfreundschaft: Er stellte ein Mini-Turnier gegen die eigenen C-Jugend-Teams auf die Beine, verschob dafür sogar ein eigenes Liga-Spiel, heuerte zwei Schiedsrichter an und organisierte ein Mittagessen. Das Turnier gewann der FC Diabetes, er entschied alle vier Spiele für sich und schoss 16:4 Tore.
Eine Premiere war dieses Treffen für Conny, inzwischen Mitglied Nummer 99 unseres Vereins: Er ist selbst aktiver Fußballer und Jugendtrainer in Freising – und nun auch Trainer des FC Diabetes. Er leitete das Training am Vormittag und coachte die Jungs beim Turnier am Nachmittag.
Das Training
Die Aktion diente auch der Vorbereitung des großen internationalen Fußballturniers, das der FC Diabetes vom 25. bis 27. Oktober 2024 veranstalten wird: des ersten „K1ck without Limits“-Turniers nur für Mädchen und Jungen mit Diabetes Typ 1. Auch dieses wird in Neufahrn stattfinden.
Die Spiele
Herzlichen Dank an den FC Neufahrn für die Gastfreundschaft, insbesondere an John und Mike, die das Turnier möglich gemacht haben; an die Schiedsrichter und die Teams C1 und C2 für die Spiele und das faire und sportliche Miteinander; an das indische Restaurant Rama, das das feine Mittagessen spendiert hat; an den Vorstand des FC Diabetes, insbesondere Angela, die die Aktion federführend organisiert hat.
Die Teilnahme am Sweet Euro Football Cup war eine große Sache – nicht nur was die Stimmung, die Erfahrungen, das Fußballspielen betrifft. Sondern auch mit Blick auf die Organisation und die Finanzen. Das wäre nicht möglich gewesen ohne viele Unterstützer, bei denen sich der FC Diabetes ganz herzlich bedanken möchte:
beim Verein CukierAsy Poznań für die Ausrichtung des Turniers, bei seinen ungezählten Ehrenamtlichen, die bei der Organisation und während des Wochenendes mitgeholfen haben, namentlich bei Szymon Krauze, der uns betreut hat, und bei Mikołaj Illukowicz, dem Chef-Organisator;
bei den anderen Mannschaften für ein faires Turnier;
bei der Firma Abbott für ihre großzügige finanzielle Unterstützung;
beim Hotel Ilonn sowie beim Busunternehmen Orland Reisen für die Unterstützung und die sichere Fahrt;
bei unserer Schirmherrin Sandra Starke für ihr Motivationsvideo;
bei den Sanitätern in der Halle, die mit unseren Spielern diesmal mehr zu tun hatten, als ihnen und uns lieb gewesen wäre;
bei den Coaches unserer fünf Teams für Betreuung, Motivation, Taktik- und Technik-Tipps und Traubenzucker-Gaben;
Das Team der Trainer und Betreuer
bei Erna und Schorsch Grell für die langjährige Verbundenheit und Schorschs Schiedsrichtertätigkeit beim Turnier;
bei allen Eltern fürs Anfeuern;
bei allen Eltern, die vor oder während des Turniers spezielle Aufgaben übernommen haben – zum Beispiel bei Beate, die gedolmetscht, den Bus organisiert, Brezen für alle besorgt und Kontakte nach Polen gepflegt hat, bei Ramona und Sabine für die Fotos, bei Antje, die das Sponsoring in die Hand genommen hat, bei Sabine, die sich um die Versicherung gekümmert hat, bei Andreas für die Weinprobe, bei Kassian für seine Texte, bei Sabine und Maria für die Geschenkekörbe;
beim Vorstand unseres Vereins, bei Angela, Thomas und Mathias, die das Allermeiste organisiert, den Laden und die Finanzen zusammengehalten haben und dafür sehr, sehr viel Zeit und Kraft investiert haben.
Ihnen allen vielen Dank!
Und nach dem Turnier ist vor dem Turnier: Der nächste Sweet Euro Football Cup ist für Mitte März 2025 geplant – wieder in Suchy Las und Poznań.
17. März 2024: Für alle Teams stehen die Finalspiele an – in einer großen, beeindruckenden Halle. Und am Abend trifft der FC Diabetes gleich hinter dem Rathaus eine steingewordene Oberfränkin.
Dritter Tag, letzter Tag, Finaltag beim Sweet Euro Football Cup. Und diesmal, liebes Tagebuch, in einer anderen großen Halle. Bisher wurde in der städtischen Sporthalle von Suchy Las gespielt, einem Vorort von Poznań, wo das FC-Diabetes-Team auch übernachtet – sowie in der benachbarten Mittelschule. An diesem Sonntag aber finden alle Endspiele in der weit größeren, helleren, mit zwei Tribünen versehenen Hala Sportowa im Posener Stadtteil Morasko statt.
Team Youngest
Team Youngest mit dem polnischen Ex-Fußballer Bartosz Bosacki, der unter anderem für den 1. FC Nürnberg gespielt hat.
Die Jüngsten spielen das Finale der Europa League aus und gewinnen 3:1 gegen die Sweet Vikings aus Schweden. Der Sieg ist ungefährdet, alle drei Tore für den FC Diabetes schießt Neuzugang Joris.
Team Average Black
Team Black mit Ilona Madra, ehemalige polnische Basketballspielerin, die an den Olympischen Sommerspielen 2000 teilgenommen hat.
Im Spiel um Platz 5 der Champions League verlieren die Schwarzen 0:1 gegen die polnischen Debeściaki.
Team Average Red
Team Red mit Adam Rynduch (Marketing Lech Poznań)
Für die Roten geht es im Platz 3 in der Europa League dieser Altersklasse, der Gegner ist das Team Zielone (Grün) vom Ausrichterverein CukierAsy – und die Deutschen gewinnen es mit 4:1 klar. Zwei Tore davon steuert Julia bei, die eigentlich bei den Oldest spielt, als Frau aber auch in der Altersklasse darunter antreten darf und den dünnen Kader der Roten verstärkt. Sie ist am Ende des Turniers in den Reihen des FC Diabetes vermutlich diejenige mit den meisten Einsatzminuten. Wichtiger aber: Torwart Jonas ist nach seiner Knöchelverletzung vom Vortag wieder fit und kann ins Tor.
Team Average Gold
Team Gold mit Michał Jeliński, selbst Diabetiker und
Die Goldenen landen am Ende auf Platz 4 der Champions League, weil sie ihr Endspiel knapp mit 0:1 verlieren. Lange sieht es so aus, als könnte Torwart Rafael zum Matchwinner werden, lange hält er mit seinen Paraden die Null fest, bis dann doch ein Tor fällt. Der Gegner des Teams Gold heißt ebenfalls CukierAsy, hier ist es allerdings das Team Granatowe (Marineblau).
Team Oldest
Team Oldest mit Marcin Dorna, Sportdirektor der polnischen Nationalmannschaft
Für die Großen des FC Diabetes ist der Spielmodus ein bisschen ein anderer, sie treten gegen nur zwei andere Teams in der Conference League an, dort wird der Sieger im Modus Jeder gegen jeden ermittelt. Das Team spielt zweimal unentschieden: 1:1 gegen die T1 Warriors aus England und 0:0 gegen das polnische Sugar Team von Mojacukrzyca.PL. Das ergibt am Ende Platz 2 in diesem Wettbewerb.
Bei der Siegerehrung, die diverse prominente polnische Sportler vornehmen, bekommen zwei Kicker des FC Diabetes noch eine spezielle Auszeichnung überreicht: In der Altersklasse der Youngest wird Willi als bester Torwart geehrt und Joris als Torschützenkönig. Mit zwei Geschenkekörben bedankt sich wiederum der FC Diabetes bei den Veranstaltern von CukierAsy, namentlich bei Szymon, der als Mentor das deutsche Team betreut hat, sowie bei Cheforganisator Mikolaji.
Tja, liebes Tagebuch, und damit ist der Sweet Euro Football Cup 2024 auch schon wieder vorbei. Die Siegesfeier des FC Diabetes steigt am Abend in einem Lokal in der Altstadt – und zuvor trifft die Truppe eine ständige deutsche Vertreterin in Poznań: die Bamberka. Ein Brunnen direkt am Rathaus, mit einer Wasser tragenden Bäuerin, der Bambergerin eben, die daran erinnert, dass im 19. Jahrhundert 500 Menschen aus Oberfranken nach Poznań kamen – angeworben, um die vielen dort brachliegenden Felder zu rekultivieren.